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Eine kleine Adventsgeschichte aus dem Büro

Die besinnliche Zeit im Bürowahnsinn

Eine kleine Adventsgeschichte aus dem Büro

von Andreas Hermann - 5. Dezember 2018

Als kleines Kind habe ich es nie verstanden, wenn mein Papa in die Arbeit gegangen ist. Warum soll man stundenlang am Schreibtisch sitzen, wenn draußen die große weite Welt mit all ihren schönen Spielplätzen auf einen warten? Vollkommen unverständlich! Meine Eltern hatten auch keinen Adventskalender. Wie kann das möglich sein? Dabei ist da doch Schokolade drin! Und nur so weiß man doch, wie viele Tage man noch warten muss, bis endlich das Christkind kommt. Vollkommen unverständlich!

Erwachsen sein

Heute gehe ich selbst jeden Tag in die Arbeit. Sitze an meinem Schreibtisch. Und draußen wartet immer noch die große weite Welt mit all ihren schönen Spielplätzen. Währenddessen überlege ich mir, wie Business Beat für unsere Kunden noch besser gemacht werden kann. Für mich total logisch. Für ein Kind das Gefühl des stundenlangen Kopfschüttelns. Adventskalender habe ich auch keinen mehr. Die früher so leckere Schokolade schmeckt irgendwie schaal. Und meine Vermutung verhärtet sich, dass das mit dem Christkind nur eine Finte meiner Eltern war, um einen braven Sohn zu haben.

Glühwein!

Trotzdem freue ich mich immer noch auf Weihnachten. Klar, es ist die Zeit des übertriebenen Konsums. In der Stadt rennen alle vollgepackt mit Tüten in den Händen und mit tötungsbereiten Blicken wie viel zu schnell gewordene Zombies umher. Und klar, man muss sich auch dieses Jahr überlegen, was man Freunden und Familie schenken soll. Das wird von Jahr zu Jahr immer schlimmer. Trotzdem freue ich mich auf Weihnachten. Die Adventszeit ist nämlich auch eine Zeit, bei der man sich mit Freunden auf einen Glühwein trifft. In der es wieder so kalt ist, dass man gerne zuhause auf der Couch die Heizungswärme genießt. In der es schön ist, mit der Familie zusammenzukommen. In der man während der Feiertage auch mal wieder abschalten kann. Und Kraft tanken kann.

Kurz Innehalten

Die Adventzeit hat auch im Büro einen schaalen Beigeschmack. Alle müssen jetzt unbedingt mit irgendetwas ganz dringend fertig werden. Und das geht auch nur noch dieses Jahr. Und dadurch sitzen alle länger am Schreibtisch. Auch du. Und ich. Mein Wunsch für dich: Denke daran, dass das neue Jahr auch wieder Tage haben wird. Tage, an denen du an deinem Schreibtisch sitzen kannst. Dann ist aber die Zeit vorbei, auf die du als kleines Kind so lange gewartet hast. Genieße sie hier und jetzt! Greif zum Hörer, ruf jemanden an, den du gerne hast, und verabrede dich auf einen Glühwein. Gleich nach der Arbeit. So gehst du heute pünktlich. Und so kannst du heute leicht angeschwipst nach Hause gehen und die Heizungswärme auf der Couch genießen.  

Das Gefühl kurz vor dem Öffnen eines Türchens

Eigentlich bescheuert. Andere trinken gerade einen Glühwein mit Freunden, während ich diesen Text schreibe. An meinem Schreibtisch. Aber es macht mir Spaß. Und vielleicht beschere ich dadurch dem einen oder anderen Leser ein ähnliches Gefühl, wie damals, als man kurz davor war, ein neues Türchen im Adventskalender zu öffnen …

Andreas Hermann

Andreas Hermann ist Dipl.-Psychologe und zertifizierter Arbeitspsychologe. Er ist Geschäftsführer von Business Beat. In diesem Blog deckt er den großen Bereich Stakeholder-Management ab. Besonders faszinieren ihn die oftmals kleinen Stellschrauben, die einen unglaublich großen Effekt haben können.

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