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Employer Branding falsch machen

Employer Branding - so geht es nicht

Employer Branding falsch machen

von Alexander Fenkiw - 17. Oktober 2018

Employer Branding ist in aller Munde. 8 von 10 Unternehmen sind bereits aktiv mit dem Aufbau des Employer Brandings beschäftigt, oder haben dies in naher Zukunft geplant. Warum auch nicht? Die Rollen auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Jahren umgekehrt: ArbeitnehmerInnen sind nicht mehr auf die Gunst der Arbeitgeber angewiesen. Begehrte Fachkräfte können sich längst aussuchen, in welchem Unternehmen sie arbeiten möchten.

Ein gutes Unternehmensimage oder Employer Branding ist daher unabdinglich, wenn man seine Stellen auch in Zukunft erfolgreich besetzen möchte. Um dir fundamentale Fehler zu ersparen, haben wir eine Liste erstellt, mit der du Employer Branding garantiert falsch machst.

 

  1. Employer Branding als Ziel verstehen

Employer Branding ist kein Projekt. So schön es auch wäre, aber es gibt leider nie den Punkt, wo es fertig aufgebaut ist. Die Berufsvorstellungen von BewerberInnen, die Kanäle, über die Stellenanzeigen gesucht werden, deine Unternehmenskultur und alles andere ist im ständigen Wandel. Also kann auch dein Employer Branding nicht statisch bleiben

Es geht also darum,

  • die Veränderungen am Arbeitsmarkt und
  • die Veränderungen in deinem Unternehmen im Auge zu behalten.

 

Finde Möglichkeiten, mit denen du aufwandsarm über all diese Veränderungen informiert bleibst. Hier werden dir Blogs und Newsletter von Karriereseiten sehr gut weiterhelfen. Um die Veränderungen in deinem Unternehmen zu beobachten, empfehlen wir dir Business Beat. Das Tool ist kostenlos und hilft dir dabei, Probleme im Unternehmen und die Entwicklung deiner Unternehmenskultur zu beobachten! Hier kannst du dich gleich anmelden.

 

  1. Sich nach der erfolgreichen Rekrutierung zurücklehnen

Die Zeit, in der man einmal eine Arbeitskraft gewonnen und bis ins Rentenalter im Unternehmen halten konnte, sind vorbei. Jüngere Generationen streben vielmehr nach Weiterentwicklung und neuen Erfahrungen in ihrem beruflichen Tun. Jobsicherheit und ein dickes Gehalt sind für viele zur Nebensache geworden. Deshalb ist es umso wichtiger, seine MitarbeiterInnen in der relativ kurzen Zeit zu “branden”.

Vorteile, Werte und die Unternehmenskultur müssen jeden Tag möglichst intensiv erlebbar sein, um eine starke emotionale Verbundenheit zu schaffen. Nur so erreichst du das Königsziel von Employer Branding: die aktive Weiterempfehlung deines Unternehmens an potentielle BewerberInnen. Wenn du es schaffst, die Arbeit in deinem Unternehmen mit positiven Emotionen zu verknüpfen, hast du verstanden, was Employer Branding ist.

Hier ein kleines Denkspiel, um zu verdeutlichen, was gemeint ist:

 

Denke an eine Zeit in deinem Leben, die du vielleicht vermisst oder die du gerne noch einmal durchleben möchtest.

 

Die Schulzeit? Die Zeit als StudentIn? Die Ausbildung?

Die Dinge, die dir spontan einfallen, fallen dir deswegen ein, weil du dort sehr viele und intensive Emotionen erlebt hast. So funktioniert auch das Gehirn deiner MitarbeiterInnen. Sie sollen die Zeit in deinem Unternehmen als besonders schön in Erinnerung behalten.

Zum Abschluss dieses Kapitels möchte ich noch einige Beispiele nennen, die im Allgemeinen zu regelmäßigen positiven Emotionen führen:

  • Wertschätzung
  • Freundschaften am Arbeitsplatz
  • Gemeinsame Ziele erreichen
  • uvm.

 

  1. Möglichst viel protzen

Es ist echt imposant, wie lang das Kapitel “Wir bieten:” in einigen Stellenanzeigen ist. Ein satter Monatslohn, top Aufstiegschancen, super Unternehmenskultur, sympathisches Team, dazu noch einen Firmenwagen und 4 richtig große Firmenfeste jedes Jahr. Solange ein Unternehmen all das einhalten kann, ist es absolut erlaubt, das alles anzugeben. Solange ein Unternehmen ALL das einhalten kann!

Aber meistens ist es leider mehr Schein als Sein… Nichts ist frustrierender, als Hoffnungen zu haben, die dann zerschlagen werden. Also streich am besten alles aus deinen Stellenanzeigen, was du nicht einhalten kannst – und sei dabei ehrlich zu dir selbst. Wenn die Aufstiegschancen in deinem Unternehmen nicht so groß sind, weil ihr einfach ein kleines Unternehmen seid, dann musst du das auch nicht als Vorteil angeben. Personen, die unbedingt aufsteigen wollen, sind dann in deinem Unternehmen ohnehin fehl am Platz.

Eine kürzere, aber ehrliche Liste an Mitarbeitervorteilen bringt dir im schlimmsten Fall vielleicht eine Hand voll weniger Bewerbungen ein, dafür sind diese aber passender für dein Unternehmen. Aber nicht nur das: du ersparst dir auch den Frust, der entsteht, wenn du falsche Hoffnungen zerschlagen musst.

 

Fazit

Mach einfach das Gegenteil von dieser Liste, und du wirst deinem Employer Branding definitiv einen Gefallen tun! Die Zusammenfassung für dich auf den Weg:

  1. Employer Branding ist ein fortlaufender Prozess. Bleib über Veränderungen in deinem Unternehmen und auf dem Arbeitsmarkt informiert.
  2. Employer Branding endet nicht mit der Einstellung von neuen Arbeitskräften. Verknüpfe die Arbeit in deinem Unternehmen mit positiven Emotionen.
  3. Versprich nichts, was du nicht halten kannst. Leere Versprechungen in der Stellenanzeige führen unweigerlich zu Frust, sobald diese nicht eingehalten werden.

Für weitere Tipps, wie du dein Employer Branding aufbaust, haben wir hier unsere 3 Tipps für Employer Branding.

Alexander Fenkiw

Alex ist Consultant bei Business Beat. Als online und new media affiner Bachelor der Psychologe präsentiert er einen spannenden und jungen Einblick in die heutige Arbeitswelt.

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