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Warum Cross-Generational-Teams eine große Herausforderung sind

Mitarbeiter - jung und alt

Warum Cross-Generational-Teams eine große Herausforderung sind

von Andreas Hermann

Heute will ich mich mal mit einem heikleren Thema beschäftigen. Wie unterscheiden sich jüngere und ältere Mitarbeiter? Und wie kann ich mit der gleichen Strategie beide Mitarbeitergruppen mehr an mein Unternehmen binden? Beginnen wir überspitzt mit einer Typologisierung.

Der übliche Wochenverlauf der jüngeren Mitarbeiter

Hartes, aber extrem gutes Partywochenende, am Sonntag erst um 07 Uhr morgens ins Bett gefallen, definitiv am Montag noch einen leichten Hangover, sonst wäre es schließlich kein gutes Wochenende. Montag und Dienstag werden gerade so ertragen und der Biorhythmus groovt sich langsam wieder ein. Mittwoch topfit, Donnerstag wird mit Vorfreude auf das Afterwork-Bier hart gearbeitet und Freitag wird noch konzentriert alles abgearbeitet, was die Woche liegen geblieben ist. Schließlich ist am Abend wieder Party und da will man nicht mehr an die Arbeit denken.

Der übliche Wochenverlauf der älteren Mitarbeiter

Am Freitagabend ein gemütlicher Wochenausklang mit Freunden, äußerst erholsames Wochenende im Kreise der Familie, endlich wieder ausruhen und ausschlafen. Der Montag läuft wie von selbst, man arbeitet in Ruhe alles ab, was vom Rest der Woche noch überblieb. Dienstag und Mittwoch sind super Tage für neue Projekte und Herausforderungen. Am Donnerstag merkt man schon allmählich, dass es Zeit für Wochenende wird und der Freitag wird gerade so ertragen.

Ist also der Mittwoch der einzig gute Tag für eine Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitern?

Das Hauptproblem: Die Wochenverläufe der älteren und jüngeren Kollegen sind asynchron. Von topfit und motiviert hin zu müde vs. von müde hin zu topfit und motiviert. Da liegt die Vermutung nahe: eigentlich ist nur der Mittwoch der geeignete Tag für eine Zusammenarbeit von jüngeren und älteren Mitarbeitern. Natürlich gibt es kein Schwarz und kein Weiß und Ausnahmen bestätigen die Regel. Trotzdem: Bei Cross-Generational-Teams ist der Mittwoch der beste Tag für Team-Meetings und Strategie-Sitzungen. Man trifft sich auf halber Strecke und respektiert den Wochenverlauf beider Mitarbeitergruppen. Der Montag gehört den älteren und der Freitag den jüngeren Mitarbeitern.

Und wie kann ich als Führungskraft meine Mitarbeiter besser binden?

Job ist Job und Schnaps ist Schnaps, aber es lässt sich nun mal nicht strikt voneinander trennen. Ganz im Gegenteil: Mitarbeiterbindung entsteht auf einer viel komplexeren Ebene. Du als Führungskraft solltest den Wochenverlauf der Mitarbeiter respektieren und kannst hier sogar einen Bonus schaffen. Herausforderungen für ältere Mitarbeiter werden am montags und dienstags besprochen, für beide Mitarbeiter mittwochs und für jüngere Mitarbeiter donnerstags und freitags. So respektierst du den natürlichen Wochenverlauf aller und konfrontierst deine Mitarbeiter mit Herausforderungen zum richtigen Zeitpunkt. Jeder ist hungrig auf neue Aufgaben und neue Herausforderungen. Aber einem älteren Mitarbeiter dies am Freitag zu sagen, versaut ihm das Wochenende. Lerne deine Mitarbeiter besser kennen, frage sie aktiv danach, wann neue Aufgaben besprochen werden sollen, sie werden es dir mit Motivation, Fleiß und Mitarbeiterbindung danken.

Andreas Hermann

Andreas Hermann ist Dipl.-Psychologe und zertifizierter Arbeitspsychologe. Er ist Geschäftsführer von Business Beat. In diesem Blog deckt er den großen Bereich Stakeholder-Management ab. Besonders faszinieren ihn die oftmals kleinen Stellschrauben, die einen unglaublich großen Effekt haben können.

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