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Warum man Mitarbeiter nicht motivieren kann

Mitarbeitermotivation - die Büchse der Pandora will geöffnet werden

Warum man Mitarbeiter nicht motivieren kann

von Andreas Hermann

“Mitarbeitermotivation – Fehlanzeige!”, “Ich habe das Gefühl, dass meine Mitarbeiter nicht ausreichend Vollgas geben!” und “Wie kann ich meine Mitarbeiter dazu bringen, dass sie bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen?” Ganz übliche Fragestellungen von Personalverantwortlichen und Geschäftsführern. Aber was ist die Lösung?

Der blöde Obstkorb ändert nichts an der Mitarbeitermotivation

Die einen versuchen es über Gratisgetränke, Süßigkeitenkiste und Smoothies (den blöden Obstkorb will jetzt schon keiner mehr). Die anderen laufen mit Baseball-Schläger in der Hand durch die Büroräumlichkeiten und zeigen mit humoristisch-dominanter Stimmlage, dass das Tempo zu gering ist (kein Scherz, das gibts!). Wiederum andere führen Zielvereinbarungsgespräche durch, die mit einem Bonus gekoppelt sind.

Motivation als Ergebnis der Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt

Aber kann ich als Führungskraft meine Mitarbeiter wirklich motivieren? Nein! Zur Erklärung der Mitarbeitermotivation nutze ich am liebsten ein altbewährtes Konzept der Psychologie, genauer gesagt des Gestaltpsychologen Köhler. Die Formel V=f(P,U) verrät die Krux der Mitarbeitermotivation: Verhalten ist die Funktion aus Person und Umwelt. Übersetzt bedeutet das: ist ein Mitarbeiter hoch motiviert, aber die Umstände ermöglichen es nicht, motiviert zu arbeiten, geht die Motivation auch flöten. Ist ein Mitarbeiter hingegen nicht motiviert und merkt, dass alle anderen an einem Strang ziehen, kann er sich nur schwer dagegen verwehren, auch mitzumachen.

Die drei Basics der Mitarbeitermotivation

Es ist also die Arbeitsumgebung, die entscheidend für die Mitarbeitermotivation ist – der Arbeitsraum, die Akteure und die Arbeitsinhalte spielen ein große Rolle. Basic 1: Die Büroräumlichkeiten und das verfügbare Equipment zur Arbeitserledigung sind natürlich die Grundlage schlechthin – wenn es zu laut, zu heiß, zu kalt, zu zugig, zu stickig, zu hell, zu dunkel ist, kann ich mich nicht konzentrieren. Und wie soll ich mich dann selbst motivieren? Frage deine Mitarbeiter aktiv nach Verbesserungsmöglichkeiten – oft sind es die kleinen und einfachen Dinge, die kaum oder kein Geld kosten, die einen großen Effekt haben. Basic 2: Zielvereinbarungsgespräche sind zweifelsohne ein gutes Tool, aber es reicht nunmal nicht, nur jährlich ein Gespräch zu führen um die Mitarbeitermotivation nachhaltig zu steigern. Es sind die Zwischenziele, die entscheidend sind und dazu beitragen, dass Mitarbeiter weiterhin motiviert an der Sache bleiben. Deshalb gilt es, häufigere kleinere Feedbackrunden einzulegen. Basic 3: Die Arbeit muss Sinn machen. Deine Mitarbeiter wollen wissen, wieso, weshalb, warum. Dein Kunden geben dir alltäglich Feedback zu der Arbeit von dir und deine Mitarbeitern. Gib diese kontrolliert an deine Mitarbeiter weiter. Jeder will nun mal einen sinnvollen Beitrag in der Arbeit leisten, sonst fühlt man sich nicht als wertvoller Bestandteil der Gemeinschaft. Deine Aufgabe ist, diese Sinnhaftigkeit zu vermitteln.

Hör auf, deine Mitarbeiter zu motivieren! Fang an, ein motivierendes Umfeld zu schaffen!

Entscheidend ist, den richtigen Mix aus den Basics zu finden – für dich und deine Mitarbeiter. Binde deine Mitarbeiter kontinuierlich in Entscheidungen mit ein. Und zeige Ihnen, wie ihre Arbeit beim Kunden wirkt. Finde lobende Worte (ein Danke ist schließlich auch für dich komplett kostenlos!) und spreche Verbesserungsmöglichkeiten offen und ehrlich an. Ein motivierendes Umfeld zu schaffen ist harte Arbeit, aber es lohnt sich – für dich und deine Mitarbeiter! Deine Mitarbeiter unterstützen dich gerne dabei, wenn du sie nach deren Meinung fragst und sie  merken, dass du es ernst meinst. Mitarbeitermotivation wird ihr Dankeschön dafür sein.

Andreas Hermann

Andreas Hermann ist Dipl.-Psychologe und zertifizierter Arbeitspsychologe. Er ist Geschäftsführer von Business Beat. In diesem Blog deckt er den großen Bereich Stakeholder-Management ab. Besonders faszinieren ihn die oftmals kleinen Stellschrauben, die einen unglaublich großen Effekt haben können.

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