Onboarding wie die Großen

Wir erklären dir den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Onboarding und dem, bei dem man am liebsten schon am ersten Tag wieder schreiend nach Hause laufen will. Wir zeigen dir, wie du mit nur wenigen Tipps & Tricks zum perfekten Onboarding-Prozess gelangst und so die Fluktuation in deinem Unternehmen in den frühen Monaten auf ein Mindestmaß reduzieren kannst.

Onboarding
Home Office

[Schritt 1]

Vor dem ersten Arbeitstag

Das Onboarding beginnt am ersten Arbeitstag, richtig? Nein. Der Onboarding-Prozess beginnt schon viel früher! Wenn man ein Jobangebot annimmt, möchte man sich mental auf den ersten Arbeitstag vorbereiten können. Das klappt aber nur, wenn wir bereits vor dem ersten Arbeitstag Informationen erhalten! Uns wurde nicht nur einer, sondern bereits mehrere Jobs zugesagt und wir sind uns noch nicht sicher, für welchen wir uns entscheiden. Hier kann eine frühe, positive Onboarding-Erfahrung die Entscheidung sein!

Im Idealfall hat der neue Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin ab dem Zeitpunkt der Zusage zur neuen Stelle regelmäßigen Kontakt zum Unternehmen. Besonders beliebt sind hierbei E-Mails, in denen man wenige Tage nach der Zusage noch einmal erwähnt, dass man sich auf den neuen Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin freut. Unbedingt sollte man im Vorfeld bereits darüber informieren, wie der erste Arbeitstag aussehen wird und was er oder sie zu erwarten hat. Hierbei müssen vor allem aber auch die zukünftigen KollegInnen miteinbezogen werden. 

 

3 Fragen, die dir dabei helfen, das Onboarding möglichst erfolgreich zu starten:

  • Haben wir den neuen Mitarbeiter darüber informiert, was ihn erwarten wird?
  • Weiß das Team, wann der neue Mitarbeiter anfängt?
  • Wer übernimmt die Einarbeitung und die Integration ins Unternehmen?

[Schritt 2]

Am ersten Arbeitstag

Hierbei solltest du alles vorbereiten, was einen reibungslosen Start in die neue Arbeit und ins Unternehmen begünstigt. Es ist wichtig, dass der neue Arbeitsplatz aufgeräumt ist und alle notwenidigen IT-Berechtigungen sowie die Firmen-Mail bereits eingerichtet sind. Im Idealfall hast du dem neuen Mitarbeiter oder der neuen MitarbeiterIn bereits alle Zugänge und Passwörter übermittelt. Soweit zum Organisatorischen, aber wir alle wissen, dass man am ersten Arbeitstag in den seltensten Fällen direkt anfängt, zu arbeiten. In Seminaren, in einer neuen Schulklasse, oder im Kindergarten – zu allererst lernt man sich kennen. Das ist auch in Unternehmen nicht wirklich anders. Kennenlernrunden sind ein sehr guter Einstieg. Man muss sich dabei natürlich nicht unbedingt in einem Sitzkreis zusammenfinden, sondern kann auch gemeinsam frühstücken oder ein Eis essen gehen. Wichtig ist nur, dass irgendeine lockere soziale Interaktion zwischen den neuen KollegInnen stattfindet. Leider setzen solche Kennenlernrunden voraus, dass auch jeder aus dem Team an dem Tag Zeit hat. Das ist natürlich nicht immer möglich und auch nicht dramatisch. Solange der neue Mitarbeiter oder die neue MitarbeiterIn zumindest einen Kollegen hat, der ihn oder sie mit dem Team bekanntmacht. Neben dem Team soll der neue Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin auch das Unternehmen kennenlernen. Je nach Unternehmensgröße empfiehlt sich ein Rundgang oder einfach eine kurze Erklärung, wo was gemacht wird, wer die wichtigsten Kunden sind und wie der Arbeitsalltag aussieht.

Tipp02
Onboarding

[Schritt 3]

Nach dem ersten Arbeitstag

Prinzipiell sind deiner Kreativität auch hier keine Grenzen gesetzt. Wie lange du einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin von seinem Dienstantritt an begleiten möchtest, solltest du für dein Unternehmen und die jeweilige Position selbst entscheiden. Grundsätzlich gilt, dass es Sinn macht, das Onboarding bei anspruchsvolleren Posten etwas länger und umfangreicher zu gestalten. Außerdem stärkt ein längerer Onboarding-Prozess die Bindung ans Unternehmen und senkt die Fluktuation. Bei allen MitarbeiterInnen, aber vor allem bei Positionen, die nur schwierig nachzubesetzen sind, lohnt sich das Investment für eine gute Integration daher umso mehr! Suche dir am Besten ein Onboarding-Programm aus, das auch zu deiner Unternehmenskultur und deinen MitarbeiterInnen passt. Du kannst im Grunde so kreativ sein, wie du möchtest. Versuche einfach, die Balance zwischen der fachlichen und der sozialen Integration ins Unternehmen zu halten, denn am Ende des Tages sollen deine neuen MitarbeiterInnen sowohl professionell, als auch persönlich zum Unternehmen passen.

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