100% kostenlos

Verbessere dein Unternehmen in nur 5 Minuten!

Wie bringt man seine MitarbeiterInnen dazu, ihren Job zu hassen?  – Die Top 5 Gründe

5 Gründe, den Job zu hassen

Wie bringt man seine MitarbeiterInnen dazu, ihren Job zu hassen? – Die Top 5 Gründe

von Andreas Hermann

Wenig Zeit? Ganz unten findest du eine Zusammenfassung -> 5 Gründe, den Job zu hassen

Es gibt sehr viele Gründe dafür, seinen Job zu lieben, aber noch viel mehr, ihn zu hassen. Als UnternehmerIn willst du deinen MitarbeiterInnen diese natürlich nicht geben, aber trotzdem schaffen es viele Betriebe nicht, die Probleme zu erkennen, die den MitarbeiterInnen die Lust an der Arbeit nehmen. Worauf solltest du als Führungskraft also verstärkt achten? Wir beschreiben fünf essentielle Probleme, die deine MitarbeiterInnen auf kurz oder lang dazu bringen, ihren Job zu hassen:

1. Vergiftetes Arbeitsklima

Mobbing, Überwachung und Mundverbot – ja, es wird kühl, wenn man diese Worte hört. Muss man sie im Betrieb tagtäglich miterleben, ist wohl komplette Eiszeit angesagt. Derartige Zustände sind allerdings gar nicht so selten, wie man im ersten Moment vielleicht denkt. Zwar sind sie in den meisten Unternehmen nicht in ihrer extremsten Form präsent, aber bereits mildere Formen führen zu Unbehagen bei den MitarbeiterInnen. Zum Beispiel können kritikreiche Mails, in der der Chef ins CC gesetzt wird, für viele MitarbeiterInnen bereits Belastungen darstellen. Menschen sind dahingehend natürlich unterschiedlich sensibel, aber eines kann mit Sicherheit gesagt werden: Jede Form von Angst führt zu Hemmungen, manchmal zu (innerer) Kündigung und in einigen Fällen sogar zu ernsthaften psychischen Erkrankungen! Leider ist der Zusammenhang zwischen einem gesunden Arbeitsklima, Fluktuation, Produktivität und Innovation oft nur schwer zu erkennen, aber er ist definitiv da!

2. Erlebte Sinnlosigkeit

Selbstverwirklichung, Gestaltungsspielräume und das Gefühl, einen wertvollen Beitrag zu leisten – Arbeit wird von Menschen nicht mehr als lästige Notwendigkeit, sondern zunehmend als lebenserfüllender Aspekt gesehen und muss somit auch viel mehr Ansprüchen genügen, als noch vor einigen Jahren! Der finanzielle Anreiz der Arbeit ist zwar nach wie vor wichtig, jedoch für viele Menschen nicht mehr der Hauptgrund dafür, zu arbeiten. Phänomene, wie das Burnout Syndrom oder Workaholics sind wohl Beweis genug dafür, wie wichtig Arbeit für viele Menschen geworden ist. Hinzu kommt, dass sich Menschen aufgrund der immensen Vielfalt an Berufsmöglichkeiten viel stärker mit diesen auseinandersetzen und sich vermehrt für den entscheiden, in dem sie persönlich den größten Sinn sehen. Natürlicherweise führt es deshalb zu Frust, wenn die Realität einer Tätigkeit nicht den eigenen Vorstellungen entspricht oder sich das Unternehmen in eine Richtung entwickelt, die den eigenen Werten und Motivationen widerspricht.

3. Die Egotrip-KollegInnen

Wir können nicht abstreiten, dass es Menschen gibt, die am Liebsten alleine arbeiten und nie jemanden um sich haben wollen. Trotzdem stellt Teamwork wohl den wichtigsten Erfolgsfaktor der Spezies Mensch überhaupt dar. Psychologische Forschung lässt darauf schließen, dass Menschen danach streben, gewissen Gruppen anzugehören und gemeinsam mit diesen größere Ziele zu verfolgen. Als Unternehmer profitiert man massiv von diesem Phänomen, da jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin zumindest zu Beginn des Arbeitsverhältnisses grundsätzlich dazu motiviert ist, dem Unternehmen anzugehören und dazu beizutragen, seine Ziele zu erreichen – sonst hätte er oder sie sich doch gar nicht erst auf eine Stelle beworben, oder? Die Herausforderung besteht nun darin, diese anfängliche Motivation zu halten! Leider passiert es zu oft, dass diese bereits innerhalb kürzester Zeit verpufft. Zum Beispiel werden Arbeitsschritte häufig so extrem aufgeteilt werden, dass MitarbeiterInnen gar nicht mehr sehen, welchen Effekt ihre Arbeit auf das große Ganze hat. Wenn diese Arbeitsschritte dann auch noch komplett alleine und autonom erledigt werden müssen, verabschiedet sich zunehmend auch das Zugehörigkeitsgefühl. Projekte, an denen man gemeinsam arbeitet, machen mehr Spaß und das Ergebnis ist meist sogar besser.

4. Fehlende Wertschätzung

Erst engagiert man sich für jemanden und dann erhält man nicht einmal ein müdes Dankeschön – darüber könnten wir wahrscheinlich alle schon Bücher schreiben. Natürlich würde man es niemals zugeben, aber sogar, wenn man weiß, dass die eigene Arbeit super ist, sehnt man sich insgeheim nach einem Mindestmaß an Wertschätzung und Anerkennung. Manche Unternehmer vergessen, dass es ohne ihre MitarbeiterInnen unter Umständen gar kein Unternehmen gäbe. Natürlich bekommen ArbeitnehmerInnen dafür ihr Gehalt, aber kann das wirklich alles sein? Die Leidenschaft für ein Unternehmen kann man allein damit bestimmt nicht entfachen. Eine Gehaltserhöhung kann vielleicht die Motivation zwei oder drei Monate lang erhöhen, aber ein nachhaltiger Effekt bleibt aus. Ein einfaches “Danke” oder “gut gemacht” kostet nichts und wirkt jedes mal aufs Neue.

5. Kaffeebohnen leer

Mein ganz persönlicher Horror: ich komme ins Büro und die Kaffeebohnen sind leer. Versaut mir aber nur den Tag, nicht die Arbeit an sich 😉

LESSONS LEARNED

Was kannst du aus diesen 5 Gründen für dich und den Umgang mit deinen MitarbeiterInnen lernen?

  1. Zeige deinen MitarbeiterInnen, dass auch du zu einem guten Klima beitragen möchtest.
  2. Binde deine MitarbeiterInnen in Entscheidungen möglichst oft mit ein.
  3. Ermögliche Arbeit in sich wechselnden Teams.
  4. Sag sooft wie möglich “Danke!” und “Gut gemacht!”
  5. Sorge immer für ausreichend Kaffee 😉

So werden deine MitarbeiterInnen ihren Job bei dir nicht nur nicht hassen, sondern kommen gerne zu dir in die Arbeit!

Andreas Hermann

Andreas Hermann ist Dipl.-Psychologe und zertifizierter Arbeitspsychologe. Er ist Geschäftsführer von Business Beat. In diesem Blog deckt er den großen Bereich Stakeholder-Management ab. Besonders faszinieren ihn die oftmals kleinen Stellschrauben, die einen unglaublich großen Effekt haben können.

MitarbeiterInnen online befragen

PROBIERE ES NOCH HEUTE KOSTENLOS AUS