Rückblick 2025: Rezession, hau endlich wieder ab…

Worum geht's?

2025 war ein Jahr, in dem die Arbeitswelt kollektiv die Augen geöffnet hat – nicht, weil sie wollte, sondern weil sie musste. Zu viele Entwicklungen sind gleichzeitig aufgeschlagen und plötzlich war klar: Wir steuern nicht eine Herausforderung, wir steuern ein neues Zeitalter.

Willkommen beim "Job Hugging"

Menschen, die sich an ihre Jobs klammern. Nicht, weil sie sie lieben. Sondern weil sie Angst davor haben, was neues anzufangen.

Bye Bye Boomers

Der demografische Wandel kommt mit voller Härte. Etwa 30 % aller Babyboomer sind in Rente gegangen. In den nächsten fünf Jahren werden ca. 70 % vermeintliche Arbeitsmoral folgen.

Rezession, hau endlich wieder ab

Wirtschaftlicher Wandel zeigt spürbare Wirkung. Shift von „Wir nehmen alles“ hin zu Rightsizing, Kosteneffizienz und Krisenresilienz. Arbeitsplatzsicherheit ist plötzlich Premium-Benefit.

Und dann die Stimmung...

Das Stimmungsbarometer zeigt seit Monaten das gleiche Bild: Rückgang über fast alle Branchen hinweg. Nicht punktuell. Nicht individuell. Systemisch.

Also gut, das schauen wir uns genauer an:

Herzlich Willkommen beim "Job Hugging"!

Wir erleben eine paradoxe Situation: Menschen bleiben in Jobs, in denen sie unzufrieden sind. Nicht aus Loyalität. Nicht aus Begeisterung. Sondern aus Angst, noch einmal neu zu beginnen. In Österreich sehen wir das besonders deutlich: Hohe emotionale Entfremdung, gleichzeitig niedrige Wechselbereitschaft. Ein Muster, das nicht „Stabilität“ bedeutet, sondern stille Angst. Und Angst ist bekanntlich kein guter Treiber für Qualität.

Der demografische Druck ist keine Zukunftsprognose mehr, er ist Realität. Rund 30 % der Babyboomer sind bereits in Pension. Die restlichen 70 Prozent – und damit die dominante Arbeitsmoral der letzten Jahrzehnte – gehen innerhalb der nächsten fünf Jahre hinterher. Damit fehlen Know-how, Routinen, Stellvertreterkompetenzen und Personalpuffer. Kurz: Das Fundament, auf das viele Organisationen stillschweigend gebaut haben, bröselt schneller, als sie neue tragende Säulen finden.

Bye Bye Boomers - und zwar endgültig

Rezession, hau endlich wieder ab

Nach Jahren der Vollgas-Recuriting-Logik („Wir nehmen alles, was sich bewegt“) kam der harte Shift: Right-Sizing. Kostendisziplin. Krisenresilienz. Auf einmal ist Arbeitsplatzsicherheit wieder ein Premium-Benefit und das, was vor zwei Jahren noch als „oldschool“ galt, ist plötzlich wieder psychologisches Grundbedürfnis. Und Organisationen merken, wie teuer es wird, wenn Strukturen wackeln und Führung unklar bleibt.

Das Stimmungsbarometer zeigt seit Monaten das gleiche Bild: Rückgang über fast alle Branchen hinweg. Nicht punktuell. Nicht individuell. Systemisch. Wenn die Stimmung in Unternehmen gleichzeitig kippt, deutet das auf ein externes Belastungsfeld: Wirtschaftlicher Druck, Unsicherheit, Zukunftsangst, Verdichtung. Führungskräfte stehen auf einmal einem Problem gegenüber, das sie im Zweifel noch nicht kennen und auch den Umgang damit scheuen. Wir wissen aus der Organisationspsychologie: Die Stimmung sinkt zuerst. Die Leistung folgt. Die Kündigungen später.

Und dann die Stimmung... irgendwo da draußen verloren gegangen

Okay. Was lässt sich daraus lernen?

Wir befinden uns mitten im Übergang in eine neue Arbeitslogik: Mehr Verdichtung, mehr Komplexität; weniger Sicherheit, mehr Verantwortung; weniger Schönwetterkultur, mehr echte Systemfragen.

Und Unternehmen, die jetzt nicht klar priorisieren, strukturiert führen und psychologische Stabilität schaffen, werden diesen Übergang teuer bezahlen.

Organisationen, die es ernst nehmen, messen, kommunizieren, die entscheiden – und gewinnen.

Klingt spannend?

Über diese Themen haben wir zuletzt häufiger gesprochen. Entweder in unserem E-Book genau zu diesem Thema oder während unseres Impulsvortrags, den wir natürlich aufgezeichnet haben:

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