EMPLOYABILITY & EMPLOYER BRANDING

Wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer voneinander profitieren

Ein starkes Employer Branding kann dazu beitragen, die besten Fachkräfte anzuziehen und zu binden, während eine hohe Employability den eigenen Marktwert des Mitarbeitenden erhöht und die berufliche Zukunft sichert. In diesem Blogartikel betrachten wir den Zusammenhang von Employability und Employer Branding genauer und zeigen auf, wie sich Unternehmen und MitarbeiterInnen gezielt weiterentwickeln können.

Was bedeutet Employability?

Employability bezieht sich auf die Fähigkeit eines Individuums, in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein und eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Es umfasst eine Reihe von Fähigkeiten, Erfahrungen, Kenntnissen und Eigenschaften, die es einem Mitarbeitenden ermöglichen, produktiv zu sein, sich an neue Arbeitsumgebungen anzupassen und in seiner Karriere voranzukommen.

Im heutigen Arbeitsmarkt ist die Employability von großer Bedeutung, da sich die Arbeitswelt schnell verändert und die Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen immer komplexer werden. Unternehmen suchen nach Talenten, die in der Lage sind, sich an Veränderungen anzupassen, neue Fähigkeiten schnell zu erlernen und innovative Lösungen zu entwickeln.

Recruiting - BewerberInnen warten

Was ist eine gute Employability?

Eine gute Employability hängt von verschiedenen Faktoren ab, die von Arbeitgebern geschätzt werden. Hier sind einige Beispiele:

Arbeitgeber bevorzugen ArbeitnehmerInnen, die über die notwendigen Qualifikationen und Fähigkeiten für die Stelle verfügen. Auch fortlaufende Weiterbildung und Schulungen sind auch ein wichtiger Bestandteil für die Weiterentwicklung der Employability.

Arbeitgeber bevorzugen in der Regel ArbeitnehmerInnen mit nachweislicher Erfahrung in der Branche oder in der entsprechenden Position.

Neben harten Fähigkeiten wie technischen Fähigkeiten, ist es auch wichtig, über Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Flexibilität und Problemlösungsfähigkeiten zu verfügen.

Kontakte in der Branche und Empfehlungen von früheren Arbeitgebern oder KollegInnen können zu neuen Beschäftigungsmöglichkeiten führen oder auch beim bestehenden Arbeitgeber genutzt werden.

MitarbeiterInnen, die sich schnell an neue Arbeitsumgebungen anpassen und sich neuen Herausforderungen stellen können, sind in der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt sehr gefragt.

Eine gute Employability hängt auch davon ab, wie gut ein Arbeitnehmer in der Lage ist, sich zu vermarkten und seine Fähigkeiten und Erfahrungen effektiv zu präsentieren. Ein gut ausgearbeiteter Lebenslauf, ein überzeugendes Anschreiben und ein professionelles Auftreten bei Bewerbungsgesprächen sind ebenfalls wichtige Faktoren.

Wie kann die Employability gemessen werden?

360-Grad-Feedback

Es gibt verschiedene Ansätze und Instrumente zur Messung der Employability von MitarbeiterInnen und Führungskräften. Um quantitative Ergebnisse zu erhalten, eignen sich am besten 360-Grad-Feedbacks. Dabei werden die Fähigkeiten und Kenntnisse eines Mitarbeitenden sowohl aus der eigenen Perspektive als auch aus der Fremdperspektive von KollegInnen und Vorgesetzten beurteilt. 

Durch die Anonymität des Feedbacks werden eher wahrheitsgetreue Antworten abgegeben als im 1:1 Gespräch. Zudem ergibt sich durch die verschiedenen Perspektiven der Feedbacknehmenden ein aussagekräftiges Ergebnis mit einer hohen Objektivität.

Auswertung

Durch die Gegenüberstellung von Selbstwahrnehmung und Fremdbild werden blinde Flecken aufgedeckt und die individuellen Kernkompetenzen und Entwicklungspotentiale des Mitarbeitenden objektiv evaluiert.

Kommunikationsfähigkeit
Selbsteinschätzung 93%
Führungskraft 80%
KollegInnen 75%
MitarbeiterInnen 65%
Extern 92%

Maßnahmen

Auf Basis der Ergebnisse kann der Feedbacknehmende selbstständig an seiner Employability arbeiten. Andererseits empfiehlt es sich für den Arbeitgeber konkrete Entwicklungsmaßnahmen aufzuzeigen und den Mitarbeitenden gezielt zu fördern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Messung der Employability nicht nur eine Momentaufnahme sein sollte, sondern kontinuierlich erfolgen sollte, um Veränderungen und Entwicklungen im Laufe der Zeit zu erfassen. Außerdem sollte die Messung der Employability auf die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse des Unternehmens und seiner MitarbeiterInnen zugeschnitten sein.

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Wie kann ein Unternehmen die Employability der MitarbeiterInnen stärken?

Indem ein Unternehmen die Employability seiner MitarbeiterInnen stärkt, kann es nicht nur von einer höheren Produktivität und Leistung profitieren, sondern auch die Mitarbeiterbindung  erhöhen. 

Unternehmen können ihre MitarbeiterInnen in Entscheidungsprozesse einbeziehen und ihre Ideen und Vorschläge berücksichtigen, um sie zu motivieren. Mit Puls-Befragungen kannst du regelmäßig das anonyme und ehrliche Feedback der MitarbeiterInnen einholen und dadurch das Employee Engagement erhöhen.

Unternehmen können ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten, Remote-Arbeit und andere Arbeitszeitmodelle bieten, die es ihnen ermöglichen, ihre Arbeit besser mit ihren persönlichen und familiären Verpflichtungen zu vereinbaren.

Regelmäßiges Feedback und Leistungsbeurteilung können dazu beitragen, dass MitarbeiterInnen ihre Stärken und Schwächen erkennen, um zielgerichtet daran zu arbeiten.

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern Schulungen, Weiterbildungen und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten, um ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu verbessern und zu erweitern.

Mentoring-Programme können dazu beitragen, dass MitarbeiterInnen von erfahrenen Kollegen lernen und ihre Fähigkeiten und Kenntnisse verbessern können.

Unternehmen können ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Karriereentwicklung bieten, indem sie ihnen klar definierte Karrierewege und Aufstiegsmöglichkeiten aufzeigen.

Eine Kultur der Wertschätzung und Anerkennung kann dazu beitragen, dass MitarbeiterInnen sich geschätzt fühlen und motiviert sind, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu verbessern, um für das Unternehmen das Beste zu geben.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Employer Branding und Employability?

Die Employer Brand und die Employability sind eng miteinander verbunden, da sie beide den Ruf und die Wahrnehmung eines Unternehmens und seiner Fähigkeit, MitarbeiterInnen anzuziehen und zu halten, beeinflussen.

Eine starke Employer Brand kann auch dazu beitragen, die Employability der MitarbeiterInnen zu erhöhen, da sie attraktive Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Auf diese Weise kann das Unternehmen seine MitarbeiterInnen motivieren, ihr Bestes zu geben und sich kontinuierlich zu verbessern. Eine starke Employer Brand kann auch dazu verhelfen, dass MitarbeiterInnen stolz auf ihre Arbeit sind und ihr Unternehmen anderen empfehlen, was wiederum neue BewerberInnen anzuzieht.

Erfolgreiche Zusammenarbeit im Team